• Banking and Finance in Historical Perspective
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35. Jahrgang | Jahr 2009 | Heft 1

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Aufsatz: Seite 25–42

Jan Ising / Dirk Schiereck / Jochen Stoeber
Notierungsdauer und Performance börslich gehandelter deutscher Unternehmen / Quote duration and performance of German businesses trading on the stock exchange
Eine Beschreibung des Amtlichen Handels von 1948 bis 2003 / An account of Official Trading from 1948 to 2003
When analysing the significance of stock exchanges in comparison with international standards, the ratio of total stock exchange capitalisation to gross domestic product is a coefficient that is regularly used for the evaluation of national finance systems. This coefficient turns out to be comparatively small in Germany. In order to understand whether this reflects a phenomenon that has historically grown or a relative deterioration of conditions for stock exchange quotes in recent years, it must be investigated on the one hand, how the number of listed businesses has developed in the German post war era. On the other hand, the long-term stock exchange performance of continually listed companies must be explained. Up to now, both questions have been answered rudimentarily at best in the current literature for the German share market. Using the "Official Trading" stock exchange segment as an example, the current study firstly documents broad evidence of the correlation between quote duration and performance in Germany for the period from 1948 to 2003.

Die Zusammensetzung der Kurszettel an Wertpapierbörsen kann sich im Zeitablauf sehr dynamisch ändern. Neunotierungen und Notierungseinstellungen von Unternehmen und damit das Wachsen und Sterben von Firmen haben einen wesentlichen Einfluss auf die industrielle Produktivität, bilden einen wichtigen Faktor der wirtschaftlichen Fortentwicklung und eine unerlässliche Komponente bei der Restrukturierung ganzer Industrien bzw. Volkswirtschaften. Damit erscheint die Zusammensetzung des Kurszettels eines nationalen Finanzplatzes als Spiegelbild der Dynamik einer Volkswirtschaft, und ihre Analyse adressiert das Problem, das bereits von Schumpeter im Kontext der „schöpferischen Zerstörung“ angesprochen wurde, dass nämlich „gewöhnlich nur das Problem betrachtet wird, wie der Kapitalismus mit bestehenden Strukturen umgeht, während das relevante Problem darin besteht, wie er sie schafft und zerstört.“ [...]

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