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40. Jahrgang | Jahr 2014 | Heft 1

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Aufsätze

Sibylle Lehmann-Hasemeyer / Carsten Burhop
Die Geografie der deutschen Börsen im Wandel (1913–37)
We compare the size of regional stock exchanges in Germany in 1913 and 1937. We provide new aggregate data about the number of listed and cross-listed firms as well as their market value in 1913 and in 1937. Larger firms tend to have multiple listings. In contrast, small firms were regularly only listed at one stock exchange, in most cases a stock exchange close to the headquarter and within the state of incorporation. In addition, we argue that asymmetric information between issuers and potential investors is the key force driving listing decisions, whereas regulatory arbitrage did not have a substantial impact.

Einige Tage nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurden alle deutschen Börsen geschlossen.
Das war zu diesem Zeitpunkt mit 23 eine beachtliche Anzahl. Abgesehen von den nach Kriegsende aus dem deutschen Wirtschaftsgebiet herausfallenden Börsen in Straßburg und Danzig erfolgte die erste deutliche Reduktion der Börsenplätze erst während der nationalsozialistischen Herrschaft. Nun wurden im Dezember 1934 im Zuge des ‚Gesetzes über den Wertpapierhandel‘ zwölf Börsenplätze geschlossen beziehungsweise mit anderen zusammenlegt und damit die Gesamtzahl der Börsen auf neun reduziert, von denen heute immerhin noch sechs unabhängige – in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main (der heute wichtigste deutsche Börsenplatz), Hamburg/Hannover, München und Stuttgart – existieren. […]

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